Interview: Zu Besuch im Trauringstudio Göttingen
Von Harzglück Redaktion · 08. Oktober 2026 · 20 Min. Lesezeit · Dienstleister-Tipps

Zu Besuch im Trauringstudio Göttingen: Kim Koch erzählt, warum Trauringe anfassen und ausprobieren mehr bringt als jeder Onlinekauf, wie lange Fertigung und Beratung dauern, welche Materialien zu welchem Budget passen und warum zarte Trendringe oft nicht alltagstauglich sind.
Für unser Interview haben wir das Trauringstudio in Göttingen besucht, und schon an der Tür hat uns Kim Koch herzlich willkommen heißen. Wer den Laden betritt, merkt sofort: Hier geht es nicht um Ringe hinter Glas. Die Auswahl ist beeindruckend groß, und jedes Modell darf angefasst, aufgesetzt und in Ruhe ausprobiert werden – ob schlichtes Gelbgold, zarter Memoirering oder auffälliges Einzelstück. Genau darin liegt für Kim Koch der Unterschied zum Onlinekauf. Im Gespräch erzählt sie, wie sie über Umwege zu den Trauringen kam, warum eine gute Beratung ihre 90 Minuten braucht und weshalb Paare beim Ringkauf vor allem auf ihr eigenes Herz hören sollten.
Philipp Becker: Ich sitze hier heute mit der wunderbaren Frau Koch aus dem Trauringstudio in Göttingen. Vielen Dank, dass ich für das Interview hier sein darf.
Kim Koch: Sehr gerne.
Philipp Becker: Ich habe ein paar Fragen für unsere Leserinnen und Leser vorbereitet. Fangen wir einfach mal an: Wie sind Sie überhaupt zum Thema Trauringe gekommen?
Kim Koch: Tatsächlich bin ich durch glückliche Umstände ein bisschen reingerutscht. Ich komme ursprünglich aus der Kosmetikbranche. Über eine glückliche Fügung bin ich schließlich auf das Trauringstudio aufmerksam geworden und habe gedacht: „Schmuck mag ich, Menschen mag ich auch sehr gerne. Vielleicht passt das ganz gut zu mir.“
Philipp Becker: So schnell kann es gehen! Sie sind ja inzwischen schon mehrere Jahre hier. Wenn Sie Ihre Leidenschaft für das Thema kurz beschreiben müssten – woher sie kommt und wie sie aussieht –, wie würden Sie das machen?
Kim Koch: Ich habe schon immer gern mit Menschen gearbeitet. Das war mir immer wichtig . Was ich schon in meinem früheren Beruf schön fand, war, Menschen glücklich zu machen. Früher habe ich sie glücklich gemacht, indem ich ihnen sozusagen ein neues Gesicht geschminkt habe, sodass sich die Damen mal anders gesehen haben als im Alltag. Man hat gemerkt, dass ihnen das viel Selbstbewusstsein gegeben hat, und dadurch waren sie sehr glücklich.
Hier arbeite ich per se schon mit glücklichen Menschen zusammen, weil es ja ein sehr schöner Anlass ist, zu uns zu kommen. Entweder sind es Herren, die einen Verlobungsring suchen, oder Paare, die heiraten möchten. Da schwingt also eigentlich immer Glück mit. Deshalb arbeite ich grundsätzlich mit sehr positiven Menschen zusammen, und das ist sehr schön, weil man einfach immer positives Feedback bekommt. Es ist immer alles sehr harmonisch. Natürlich gibt es mal ein Paar von 100, das vielleicht nicht so harmonisch ist, aber das gehört irgendwo dazu. Deswegen bin ich auch schon die ganze Zeit hier, weil es einfach ein sehr positiver Beruf ist.
Philipp Becker: Das hört sich so an, als würde man auch nach Feierabend glücklich nach Hause gehen.
Kim Koch: Das ist richtig. Uns bleiben sehr oft die lächelnden, glücklichen Paare im Kopf und wir bekommen in der Regel sehr viel positives Feedback von den Kunden. Manchmal bringen uns die Paare sogar eine Schachtel Pralinen als Dankeschön. Im Gesamtpaket ist das natürlich auch für uns hier im Trauringstudio eine wundervolle Work-Life-Balance.
Philipp Becker: Das ist ja quasi ein Benefit, an den ich persönlich gar nicht gedacht hätte.
Kim Koch: Auf jeden Fall.
Kim Koch: Das fängt schon beim Erleben an: Alleine das Ambiente hier bei uns ist wundervoll. Die Paare können hier live ihre Ringe aussuchen, sie haptisch spüren und gleichzeitig direkt die Emotionen des Partners wahrnehmen. Denn genau das spielt beim Ringkauf ja eine ganz große Rolle. Anstatt dass beide getrennt auf das Smartphone oder den Laptop starren, sucht man hier gemeinsam mit viel mehr Liebe die Ringe fürs Leben aus – und kann den Tag hinterher vielleicht noch mit einem schönen Restaurantbesuch abrunden.
Vor Ort können wir zudem viel mehr in die Tiefe gehen. Die Kunden können ihre Fragen direkt stellen, und wir können auch Fragen beantworten, an die sie noch gar nicht gedacht haben. Wir können direkt über Vor- und Nachteile aufklären, denn online sieht man das nicht. Wenn man auf eine Website geht, sieht man ein schönes Ringpaar, sieht den Preis und denkt sich: „Okay, das passt.“ Dann kommen die Ringe an. Man weiß aber nicht, was dahintersteckt: Welche Legierung ist für mich überhaupt geeignet? Welches Material passt in meinen Alltag?
Online sieht man die echten Proportionen oft gar nicht. Eine Zahl wie „3 Millimeter“ kann sich am Finger niemand vorstellen. Bei uns im Studio ist das ganz anders: Man setzt den Ring einfach auf und sieht sofort, wie er wirkt. Das ist besonders wichtig für den Hautton – ob klassisches Gelbgold oder ein harmonisches Roségold perfekt zu Ihnen passt, erleben Sie nur live.
Dazu kommt unser Rundum-sorglos-Service: Unsere Paare können alles in Ruhe ausprobieren und haben immer einen festen Ansprechpartner. Sollte später zum Beispiel die Ringgröße nicht mehr optimal passen, regeln wir das unkompliziert und direkt. So etwas funktioniert vor Ort einfach deutlich besser und persönlicher.
Philipp Becker: Viele denken ja: „Online kaufen ist doch viel bequemer und spart Zeit. Und Trauringe gibt es ja auch online leicht zu finden.“ Wenn ich Ihnen so zuhöre, ist das aber anscheinend ein Trugschluss, oder?
Kim Koch: (lacht)Tatsächlich können dabei durchaus kuriose Ringmodelle entstehen. Es gab schon manche Paare der mit einem unglücklichen Online-Kauf zu uns kamen. Online klickt man sich schnell ein schönes Ringpaar zusammen, aber man weiß nicht, was man am Ende wirklich geliefert bekommt. Wenn die Ringe dann da sind, passt vielleicht die Größe nicht, die Haptik überzeugt nicht oder am schlimmsten, die Qualität ist nicht überzeugend. Und zudem sind In der Regel sind bei online gekauften Trauringen Anpassungen aufgrund der Gravuren generell nicht möglich.
Hier vor Ort kommt es gar nicht erst dazu, weil die Kunden alles mit uns gemeinsam durchgespielt haben und wir als Experten immer fest an der Seite der Paare sitzen. Da wir eine riesige Auswahl an Ringen hier haben, sind die meisten Paare erstaunt, wie schnell die 60 bis 90 Minuten Beratung am Ende vergehen. Zuerst schauen sich die Kunden in aller Ruhe bei uns um. Danach setzen wir uns gemeinsam hin und gehen Schritt für Schritt ins Detail: Wir klären über die Materialien und ihre Vor- und Nachteile auf und sprechen über die Preise. Und mal Hand aufs Herz: Online würde man wahrscheinlich deutlich länger durch das Internet klicken und am Ende trotzdem nicht das Richtige finden.
Kim Koch: Bei uns ist es immer von Vorteil, mit Termin zu kommen. Den kann man ganz einfach online unter trauringstudio.de über den Button „Termin buchen“ reservieren. Für uns ist das ideal, weil wir uns dann perfekt vorbereiten können. Die Paare haben bei der Buchung nämlich die Möglichkeit, in den Anmerkungen schon Wünsche einzutragen – zum Beispiel: „Wir suchen schlichtes Gelbgold, habt ihr da Modelle da?“
Da wir meistens zu zweit im Studio sind, wird es bei spontanen Besuchen manchmal etwas komplexer, wenn wir parallel bereits in festen Beratungen stecken. Wir versuchen zwar immer, jeden flexibel abzuholen, aber mit einem Termin ist es für alle Beteiligten am entspanntesten, weil die Zeit dann exklusiv dem jeweiligen Paar gehört. Trotzdem ist unsere Tür natürlich nicht abgeschlossen – bei uns braucht niemand ein Passwort. Wer spontan reinschaut, muss im schlimmsten Fall einfach nur ein kleines bisschen Wartezeit mitbringen.
Philipp Becker: Angenommen, ich hatte hier meinen ersten Termin, wir haben uns alles angeschaut und uns entschieden. Wie lange dauert es dann, bis ich meinen fertigen Ring inklusive Gravur in der Hand halte?
Kim Koch: In der Regel sagen wir vier Wochen. Aber – und jetzt kommt das ganz große Aber: Wenn es richtig brennt, geht es bei uns natürlich auch deutlich schneller. Wir hatten erst vor zwei Wochen den Fall, dass ein Paar am Dienstag bei uns war und am darauffolgenden Freitag schon die Trauung stattfand. Das ist natürlich ein aufregendes Spiel. Doch wir kennen unsere Manufakturen. Wir wissen genau, wie wir das Unmögliche möglich machen. Viele Trauringanbieter haben feste Fertigungszeiten. Wir aber wissen, wo wir gegebenenfalls beschleunigen können. Natürlich raten wir immer: „Kommt lieber etwas zu früh zu uns!“ Aber das Leben läuft nicht immer nach Plan – ob durch eine spontane Entscheidung oder andere Umstände: Wenn es schnell gehen muss, setzen wir alle Hebel in Bewegung, um die Paare rechtzeitig mit ihren Herzens-Ringen zu verheiraten.
Philipp Becker: Das ist ja der Wahnsinn, unter einer Woche hätte ich niemals erwartet!
Kim Koch: Wir wissen, welche unserer Manufakturen solche Eilfälle umsetzen können. Wenn es ein hochkomplexer Ring mit 48 Diamanten sein soll, wird eine Woche natürlich unrealistisch. Bei schlichteren Modellen, vielleicht mit zwei oder drei Diamanten, ist das hingegen absolut machbar. Im Gegensatz zu klassischen Trauringen sind Memoireringe sogar oft lagernd. Diese Ringe symbolisieren Erinnerungen und verzaubern mit einem rundherum laufenden Diamantbesatz – sie lassen sich übrigens auch wunderschön als funkelndes Highlight mit einem schlichten Trauring kombinieren. Bei diesen Modellen geht es also oft noch schneller. Aber auch individuelle Wünsche können sehr zügig umgesetzt werden. Wir versuchen trotzdem, die Kunden möglichst früh zu uns zu holen, weil es für die Planung generell angenehmer ist. Wenn man seine Traumringe erst einmal sicher für sich ausgesucht hat, kann man diesen Meilenstein in der Hochzeitsliste ganz entspannt abhaken. Das bringt unheimlich viel Ruhe in die Hochzeitsplanung und man kann sich voller Vorfreude den nächsten Schritten widmen. Lieber zu früh als zu spät.
Philipp Becker: Das glaube ich. Viel Zeit bringt ja auch mit sich, dass man ausgiebig Bedenkzeit hat. Ich bin zwar der Typ, der einmal schaut und direkt Ja oder Nein sagt , aber ich kenne auch viele Leute , die erst einmal drei Wochen darüber schlafen müssen.
Kim Koch: „Wir müssen noch mal eine Nacht drüber schlafen“ – natürlich haben wir diesen Satz von unsicheren Paaren auch schon einmal gehört.
Philipp Becker: Das glaube ich. Man hat den Ring jeden Tag am Finger, da soll er schon perfekt sein.
Kim Koch: Nicht nur optisch, sondern natürlich auch finanziell. Es ist ja immer eine Investition fürs Leben, und es kommt darauf an, was man bereit ist auszugeben und was man ausgeben kann. Man spricht ja nicht über 20 €, sondern teilweise über Summen im Bereich von mehreren Tausend Euro. Das ist keine Entscheidung, die man übers Knie bricht. Deshalb ist es völlig legitim, sich die Zeit zu nehmen – und das gehört bei uns auch dazu. Wir notieren die ausgesuchten Trauring-Favoriten dann ganz unkompliziert und vereinbaren gerne noch einmal einen Folgetermin, damit das Paar zu Hause in aller Ruhe überlegen kann. Und für wen das Budget eine größere Rolle spielt: Wir bieten bei uns im Studio ja auch den Altgold-Ankauf an. Wenn man zum Beispiel ungenutzten Altschmuck oder Erbstücke mitbringt, lässt sich das wunderbar verrechnen. Das ist eine tolle Möglichkeit, um das Budget von anderer Seite noch ein bisschen zu unterstützen, damit am Ende wirklich die absoluten Wunschringe einziehen können.
Philipp Becker: Es geht im Trauringstudio aber auch bei budgetfreundlicheren Ringen los, es muss nicht direkt in die Tausende gehen, um das kurz nebenbei klarzustellen? Soweit ich mitbekommen habe, ist bei Ihnen von bis ja wirklich alles dabei.
Kim Koch: Das stimmt absolut. Man muss allerdings fairerweise dazusagen: Wenn sich ein Paar Ringe in warmen Goldtönen wünscht – also Gelb-, Rot- oder Roségold –, dann ist es etwas anspruchsvoller, im niedrigen Preissegment zu bleiben. Grundsätzlich gilt: Die goldenen Farbnuancen gibt es als eigenständiges, langlebiges Material nur in echten Goldlegierungen. Und hier bestimmt der Goldanteil merklich den Wert der Trauringe.
Bei allem, was silberfarben ist, gibt es hingegen eine riesige Palette an Materialien: von Silber über Edelstahl und Titan bis hin zu Palladium, Weißgold und Platin. Und auch schwarze Ringe sind eine spannende Alternative. Da hat man natürlich viel mehr preisliche Spielräume. Wenn das Budget also etwas kleiner ist, sind alternative silberfarbene oder dunkle Metalle eine hervorragende Wahl. Möchte man lieber Gold, können wir schauen, ob eine niedrigere Goldlegierung den Preis senkt oder ob das Paar gegebenenfalls doch noch mal ein wenig mehr in die „Ringe des Lebens“ investiert. So hat man am Ende auf jeden Fall ein Schmuckstück, das man sich jeden Tag gerne anschaut und von Herzen sagt: „Das ist mein Ring, den finde ich einfach super.“
Philipp Becker: Da hat sich ja auch einiges gewandelt, der Goldpreis lag vor ein paar Jahren noch ganz woanders. Merkt man das stark in der Branche? Bleiben die Leute, die vorher gesagt haben, ein Ehering muss für mich klassisch Gold sein, dabei, oder schwenken sie jetzt doch auf ein anderes hochwertiges Material um?
Kim Koch: Das merkt man auf jeden Fall. Viele kommen mit dem Gedanken zu uns, dass ein Trauring klassisch aus Gelbgold sein sollte. Als unsere Eltern heirateten, war das preislich natürlich noch etwas ganz anderes. Besonders in den letzten zehn Jahren ist der Goldpreis stark gestiegen. Wer sich an Freunden orientiert, die vor bis ca. 7 Jahren geheiratet und vielleicht 1.000 Euro ausgegeben haben, erschrickt heute oft – denn exakt dieselben Ringe kosten mittlerweile schnell das Doppelte. Wichtig ist einfach, dass man sich im Vorfeld überlegt, was man ausgeben möchte. Wir beraten hier völlig offen und zeigen gerne tolle Alternativen auf.
Zum Beispiel bieten wir mit unserem zarten Blush-Gold eine sensationelle Möglichkeit preisgünstige, sanft goldene Ringe anbieten zu können. Und das unter 1.000 Euro.
Wer den Weißgold-Look mag, findet beispielsweise in Platin oder Palladium eine hervorragende, extrem langlebige Alternative. Und wer es moderner liebt, wählt edle, gräuliche bis tiefschwarze Ringe. Ein absolutes Highlight bei uns ist Tantal – das seltenste stabile Metall unseres Sonnensystems, das besonders aufwendig und kunstvoll verarbeitet wird.
Und sollte man sich später doch noch einmal Gold wünschen, ist das Gute: Es ist heute tatsächlich nicht mehr ganz so klassisch, dass man sagt: „Ich kaufe den Ring einmal und trage ihn für ewig.“
Philipp Becker: Das habe ich auch schon öfter wahrgenommen, weil es früher ja genau so war: ein Ring für die Ewigkeit.
Kim Koch: Genau.
Philipp Becker: Für mich war das anfangs immer befremdlich. Ich kenne ein paar Leute, die alle zehn Jahre einen neuen Ring gekauft haben, und habe mich gefragt: Was macht ihr mit den ganzen Ringen? Ich war total verwirrt. Aber je öfter ich das sehe, desto mehr denke ich mir: Warum nicht? Das kann ja auch etwas Schönes sein.
Kim Koch: Absolut. Es kommt natürlich auch auf die Optik der Ringe an, ob sie zum Beispiel besonders breit sind. Viele Damen lieben mittlerweile das sogenannte Stacking – also den Trend, mehrere zarte Ringe als Vorsteckringe an einem einzigen Finger zu kombinieren. Das ist ein echtes optisches Highlight und bringt unglaublich viel Spaß: Wenn die Modelle filigran genug sind, lassen sie sich wunderschön voreinander stecken. So kann man die Ringe der verschiedenen Hochzeitsjubiläen stolz hintereinander tragen und die eigene Liebesgeschichte am Finger wachsen sehen.
Oder man hat einfach ein bisschen Abwechslung und sagt: „Mensch, die nächsten zwei Monate habe ich gar keine Lust auf Rotgold, ich habe ja glücklicherweise noch das Gelbgold hier liegen“, und tauscht einfach mal. Es ist wie ein kreatives Wechselspiel der eigenen Erinnerungen – und das merken wir immer mehr, das gehört heutzutage einfach dazu.
Philipp Becker: Unter dem Aspekt habe ich das gar nicht gesehen. Stimmt, jetzt gefällt mir der Gedanke doch wieder besser. Ich klammere mich immer sehr an die Dinge, die ich habe, und hätte wohl Sorge, sie loszulassen, wenn ich einen zweiten kaufen würde. Sie hatten es gerade schon kurz angeschnitten: Wenn Leute das erste Mal herkommen, wissen sie oft noch gar nicht so genau, was sie möchten, sie haben nur eine kleine Vorahnung. Die ändert sich ja schnell, wenn man hier ist und sich beraten lässt. Was würden Sie als Vorbereitung auf so einen Termin empfehlen? Was sollten Paare idealerweise tun?
Kim Koch: Sich vor allem nicht zu sehr von Freunden und Familie beeinflussen lassen! Man sollte ganz allein auf seinen eigenen Geschmack und auf sein Herz hören – auf das, was dem Paar gefällt, und nicht darauf, was andere denken, was passen könnte oder „was man halt so macht“. Das ist absolut individuell. Heute gibt es so viele Modelle: Im Grunde kann jeder Ring ein Trauring und jeder Ring ein Verlobungsring sein. Ob beim Verlobungsring der klassische Brillant aufgesetzt ist oder ob es ein komplett schlichter Ring ohne Steinbesatz, den andere Paare vielleicht als Trauring identifizieren würden, ist völlig egal. Wichtig ist, dass man sich selbst wohlfühlt und davon sollte man sich von niemandem abbringen lassen .
Auch nicht nach einer Beratung, wenn man sagt: „Ich möchte noch mal eine Nacht drüber schlafen.“ Man sagt nicht umsonst: „Viele Köche verderben den Brei.“ Wenn man Freunde und Familie dann mit ins Boot holt, erst mal eine WhatsApp-Gruppe gründet, die Fotos reinpostet und fragt: „Mensch, was sagt ihr zu unseren Ringen?“, dann hat man am Ende fünf Leute und zehn verschiedene Meinungen. Das ist das Wichtigste, was ich als Vorbereitung mit auf den Weg geben würde: sich nicht beirren lassen und nur darauf schauen, was einem selbst gefällt.
Man kann sich natürlich ein bisschen bei Pinterest und Co. Inspiration holen. Wir erleben es bei uns im Trauringstudio Göttingen ganz häufig, dass Kunden mit einer bestimmten Vorstellung zu uns kommen und mit etwas ganz anderem nach Hause gehen , weil es vor Ort an der Hand oft ganz anders wirkt, als man es sich gedacht hat. Wenn man sich einen gekordelten Ring 400 Mal bei Pinterest angeschaut hat, wirkt er an der eigenen Hand vielleicht gar nicht so, wie an den Modelhänden. Genau deshalb ist das gemeinsame Ausprobieren im Trauringstudio Göttingen so wichtig: Ziemlich häufig gehen die Kunden dann mit einem völlig anderen, aber perfekt passenden Modell nach Hause.
Philipp Becker: Okay, das kann ich mir gut vorstellen. Gibt es auch Wünsche, bei denen Sie sagen: „Überlegt euch das vielleicht noch mal“? Klar, man soll sich nicht von anderen beeinflussen lassen, aber von den Profis manchmal eben schon. Manchmal hat man ja eine sture Meinung und sagt, genau so möchte ich es haben, und dann sagt der Profi: „Damit wirst du nicht ein Leben lang glücklich bleiben. “
Kim Koch: Aktuell kommt das bei Verlobungsringen immer mehr auf. Auf Instagram und Pinterest werden aktuell diese ganz zarten Ringe gezeigt, bei denen die Ringschiene gefühlt nicht mal einen Millimeter breit ist, aber ein Zwei-Karat-Diamant obendrauf sitzt. Das ist quasi ein Hauch von Nichts mit einem riesigen Stein obendrauf. Es sieht zwar hübsch aus, wirkt filigran und romantisch, aber es hält den Belastungen des Alltags einfach nicht stand. Man muss sich vorstellen: Gold ist kein Stahl, sondern ein Edelmetall. Wenn man so ein Schmuckstück 24/7 trägt, die Schiene kaum dicker als ein Haar ist und dieses enorme Gewicht tragen muss, dann biegt sich das Material schnell oder bricht sogar. Der Stein kann kippen und verloren gehen. Wir raten daher immer dazu, auf eine gesunde Stabilität zu achten, damit man den Ring auch wirklich jeden Tag unbeschwert tragen kann.
Wir merken, dass der Trend zwar zu diesen ganz feinen Modellen geht, aber als renommiertes Trauringstudio raten wir davon aus tiefster Überzeugung ab. Deswegen führen wir diese ganz zarten, filigranen Ringe gar nicht erst. Wir bieten lieber formschöne Alternativen, die ebenfalls elegant wirken aber ein Leben lang halten und Tränen ersparen. Nicht selten kommen junge Frauen zu uns ins Trauringstudio, weil ihr filigraner, meist online gekaufter Ring verbogen ist oder den Diamanten verloren hat. Bei uns vor Ort steht deshalb immer die verlässliche Langlebigkeit im Vordergrund.
Philipp Becker: Da merkt man einfach: Online kann man nicht so gut beraten werden wie im Trauringstudio vor Ort.
Kim Koch: Stimmt. Auf manchen Plattformen wie Etsy gibt es zum Beispiel Ringe mit vielen feinen Verzweigungen und grünem Moosachat. Das wirkt romantisch und naturnah, aber Moosachat ist ein sehr empfindlicher Stein. Wenn dann noch feine Äste und Blätter abstehen, bleibt man im Alltag damit hängen – egal ob an einer Feinstrumpfhose oder am Strickpullover. Das zieht Fäden in die Kleidung, und am Ring bricht im schlechtesten Fall auch noch etwas ab. Damit ist bei vielen Trendringen, die Alltagstauglichkeit nicht gegeben.
Und genau das ist im Trauringstudio anders: Für uns ist ein Ehering nicht nur ein Schmuckstück, sondern ein treuer Begleiter für das ganze Leben. Natürlich geht man mit einem edlen Diamantring nicht gerade handwerken, aber unsere Ringe sind in der Regel so stabil gearbeitet, dass Sie ihn im Alltag völlig unbeschwert tragen können. Sie sollen Freude an Ihrem Ring haben, anstatt ständig aufpassen zu müssen. Wir sorgen dafür, dass Ihr Traumring nicht nur wunderschön aussieht, sondern auch jeden Moment Ihres Lebens mühelos mitmacht.
Philipp Becker: Und wenn man sich hingegen online so manche Trend-Ringe anschaut, hat man fast das Gefühl, man müsste den ganzen Tag still in der Ecke sitzen, damit dem Ring nichts passiert.
Kim Koch: Richtig. Ein Trauring und auch ein Verlobungsring machen im Alltag viel mit. Deshalb fertigen wir in höchster Qualität: Bei uns wird nicht geklebt. Jeder Diamant wird von einem ausgebildeten Steinfasser ins Edelmetall eingefasst und geprüft, damit er absolut fest sitzt. Erst durch diese präzise Fassarbeit erhält ein Diamant seine perfekte Funkelkraft und sein volles Feuer.
Doch sollte man sich von dem Gedanken lösen, dass ein hochwertiger Ring unzerstörbar ist. Ich vergleiche das gerne so: Wenn Sie sich einen neuen Porsche kaufen und damit gegen einen Baum fahren, hat er auch eine Delle. Natürlich kann es durch ungewollt harte Alltagsstöße auch passieren, dass sich ein Diamant lockert. Und das ist kein Drama – wir setzen ihn einfach unkompliziert wieder ein. Die hochwertigste Qualität schützt zwar nicht vor den Spuren des Lebens. Umso wichtiger ist eine ehrliche Beratung vor dem Kauf, damit der Ring Ihnen dauerhaft Freude bringt.
Philipp Becker: Stimmt. Man möchte den Ring ja für immer tragen. Ich hätte übrigens auch gedacht, Diamanten werden eingeklebt. Darüber hatte ich mir tatsächlich noch nie Gedanken gemacht.
Kim Koch: Genau. Und wenn im Online-Shop mit dem Versprechen der Unzerstörbarkeit geworben wird, ist die Enttäuschung am Ende groß. Eine ausführliche Erklärung erfährt man eben nur in der Beratung vor Ort.
Philipp Becker: In großen Online-Shops herrscht bei Ringen also gern das Motto: „Was nicht gesagt wurde, wurde auch nicht gelogen.“
Kim Koch: Genau.
Philipp Becker: Wenn Sie den Hochzeitspaaren beziehungsweise angehenden Paaren abschließend noch eine Weisheit mit auf den Weg geben müssten, an die die meisten nicht denken – was wäre das?
Kim Koch: Mein wichtigster Rat lautet: Geht die Hochzeitsplanung entspannt und frühzeitig an! Wer rechtzeitig zu uns ins Trauringstudio Göttingen kommt, nimmt sich selbst unheimlich viel Stress aus der Vorbereitung. Das gilt für die Ringe genauso wie für die Location oder das Kleid. Lasst euch nicht von perfekt inszenierten Instagram-Hochzeiten unter Druck setzen – auch dort läuft hinter den Kulissen selten alles glatt. Die Planungszeit dauert Monate und soll Spaß machen. Wenn mal der DJ krank wird oder eine Lieferzeit länger dauert: Atmet durch, das lässt sich alles lösen. Mein Credo lautet immer: „Wird schon!“ Vertraut darauf, genießt den Weg zum schönsten Tag eures Lebens und startet in Eure gemeinsame Zukunft mit einem Lächeln.
Philipp Becker: Das war ein sehr positiver Abschluss. Ich bedanke mich, mir hat es sehr viel Spaß gemacht. Ich habe auch noch einiges gelernt, obwohl ich meine Hochzeit selbst schon hinter mir habe.
Kim Koch: Sehr gern.
Philipp Becker: Unter trauringstudio.de kann man online bei ihnen Termine buchen, richtig? Und in welchen Städten überall?
Kim Koch: Natürlich gerne hier in Göttingen oder in Celle, Hildesheim, Wolfsburg, Braunschweig. Und ganz neu auch in unserer Landeshauptstadt Hannover.
Philipp Becker: Dann wünsche ich für den neuen Standort natürlich viel Erfolg!
Kim Koch: Danke!
Philipp Becker: Und vielleicht bis zum nächsten Mal.
Kim Koch: Sehr gerne. Bis zum nächsten Mal.